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    Wir danken für die Förderung des Projektes in Hossaina:

  • Ecopia dankt dem Äthiopienprojekt der Freien Waldorfschule Wendelstein für 4 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

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    Rolf Terjung, Oberasbach
    Familie P. und N. Busch
    Pino Fusaro, Nürnberg
    Prof. Dr. Haus Günther, Nürnberg
    Bernhard Steichele, Nürnberg
    Ramona und Joachim Peter, Wendelstein
    Natalia und Peter Busch, Nürnberg
    Andreas Raab, Jena
    Susanne Terjung, Zirndorf
    Alois Hettrich, Schwabach
    Björn Winter, Wendelstein

    Jede Unterstützung ermöglicht uns die vielfältigen Ziele dieses Projektes zu verwirklichen!

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    Äthiopien 2017

    Zeit- und menschengemäße Entwicklungsarbeit in Hossaina

    Kurzbericht der Projektreise vom 24. Februar bis 10. März 2017

    Zusammenfassender Bericht über die Projektreise 2017:

    Bericht Äthiopien 2017 - Projekt der Freien Waldorfschule Wendelstein

    Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 13.03.2017 um 19:15 Uhr.

    Reisetagebuch Äthiopienprojekt 2017

    Anreise

    Nach unserem sechsstündigen Flug sowie eine ebenso lange Busfahrt kamen wir, nach insgesammt 26 Stunden Reisezeit, 230km südlich von Addis Abeba an unserer Schule in Hossaina an. Alle waren sehr erschöpft, dennoch verstauten wir sogleich nach der Ankunft das Werkzeug und richteten unsere Schlafzimmer ein. Wir wurden in zwei geräumigen und recht gemütlichen Rundhütten untergebracht: eine für unsere sieben Jungs, und für uns fünf Mädchen die andere Hütte. Am Abend wurden wir dann noch (wie anschließend jeden Tag) mit leckeren Essen verwöhnt und dann ging es auch schon ins Bett.

    Tag 1

    Der Sonntag begann damit, dass wir einen ausführlichen Rundgang über das Gelände machten und die Arbeitsgruppen einteilten. Wir gestalteten folgende Gruppen: Logistik, Holz und Solararbeiten, Medizinstation und Bildung (mit der Untergruppe Holzspielzeug). Nach dem Mittagessen ging es nun an die Arbeit, unter anderem wurde die ersten Solarlampen im Haupthaus montiert, zudem wurden erste Vorbereitungen für anstehende Arbeiten getroffen. Wie gut, dass wir diese Lampen gleich installiert hatten: denn am ersten Abend fiel sogleich der Strom aus. Ganz Hossaina lag im Dunkeln...nur wir hatten Licht.

    Tag 2

    Am Morgen wurden wir erst einmal den Kindern der Schule vorgestellt. Zudem nahmen wir am morgendlichen Ritual teil: Morgensport, Nationalhymne und Lieder. Das alles fand in Reih und Glied, sowie draußen auf der großen Wiese des Schulgeländes statt. Anschließend ging es an die Arbeit und einige aus dem Team fuhren in die Stadt, um einige Besorgungen zu machen. Beispielsweise wurde ein Internetzugang gekauft, Vorhänge wurden besorgt und Geld wurde umgetauscht. Derartige Unternehmungen sind völlig anders als in Europa. In Äthiopien benötigt man zum Geldumtausch und Materialkauf Stunden für die Erledigung von Kleinigkeiten. Denn es kann zum Beispiel sein, dass nach dem Kauf von Stoffen für die Krankenstation erst eine Quittung mit der Hand ausgestellt werden muss, worauf ein Bestätigsstempel gehört, der sich aber nicht im Laden befand, sondern bei einem weiter entfernten Kollegen in der Stadt. Dieser Stempel musste erst langwierig mit einem Taxi geholt werden, um dann das Geschäft endlich abzuschließen.
    Nach einem leckeren Mittagessen und einer Mittagspause ging es wieder an die Arbeit. Diesmal wurden die Wände der Krankenstation das erste Mal weiß gestrichen und der Drucker für das Schulmaterial wurde in Betrieb genommen. Zudem fuhren wieder ein paar Teammitglieder in die Stadt, um in stundenlanger Arbeit weitere Besorgungen zu tätigen.

    Tag 3

    Der Tag begann mit einem starken Regen, doch als alle an die Arbeit gingen hörte dieser auf und auch der Himmel klarte auf. Die Gruppe, die sich um die Krankenstation kümmerte, strich nun schon zum dritten Mal die Wände weiß und hatte mit dem abblätternden Putz stark zu kämpfen. Zudem wurden in der Bildungsgruppe viele Schulbücher eingescannt und gedruckt. Die Solargruppe montierte wieder fleißig Lampen und Solarpanels. Nach einer sehr kurzen Mittagspause wurde wieder gearbeitet. Anschließend wurde der Abend von einem leckeren Abendessen beendet.
    Das schon mehrfach erwähnte „leckere Essen“ besteht zum Beispiel aus gewürzten Nudeln, Lamm, Rindfleischstücken, Geflügel, Pizza, Bohnen, Süßkartoffeln, frischen Mangos und verschiedensten Getränken, wobei hier besonders der äthiopische Kaffee herausragt.

    Tag 4

    Direkt nach dem Frühstück fuhr die Gruppe für Bildung und Schulmaterialien in die Stadt. Dort wurde der Internetzugang freigeschaltet, was schwieriger war als gedacht, da selbst die "Experten" der äthiopischen Telekom nicht wussten, wie der Schlüssel für das WLAN in das Laptop einzugeben war. Anschließend wurde ein Drahtseil für die Vorhänge der Krankenstation gekauft. Zudem wurden Regale gebaut und die Wände der Krankenstation wurden endlich zum letzen Mal gestrichen. Nach einer kurzen Mittagspause widmeten wir uns wieder unserer Arbeit. Erneut wurden Regale gebaut und die Website wurde auf vorderman gebracht. Außerdem wurden weitere Besorgungen für die Krankenstation getätigt. Am Abend genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages während in Deutschland noch Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschten.

    Tag 5

    Der Donnerstag begann mit viel Arbeit. Besonders die Gruppe, die für die Krankenstation verantwortlich war, hatte sehr viel zu tun. Zum einen mussten Medikamente in das Rundhaus (dieses wird zukünftig als Ruheraum und Behandlungsraum benutzt) und in den Medizinraum einsortiert werden und zum anderem mussten genaue Listen, der Medikamente und der Instrumente erstellt werden. Die Solargruppe montierte eine große Anzahl an Lampen und Panels in den Klassenräumen. Da dieser Donnerstag ein Feiertag war, besuchten die Kinder auch nicht die Schule, weshalb die Gruppe ungestört arbeiten konnten.
    Am Nachmittag machte ein Gruppe von fünf Leuten noch einen kurzen Trip in die Stadt und in der (ab 19.00 Uhr beginnenden) Nacht bewunderten wir den klaren Sternenhimmel.

    Tag 6

    Der Freitagmorgen war sehr bewölkt, doch nach dem Frühstück schien die Sonne. Schon vor dem Mittagessen erreichten wir sehr viel. Beispielsweise wurde ein Regal für das Office angefertigt, sowie die letzten Solarpanels befestigt. Auch wurde die Krankenstation eingeweiht, denn sie bekam ihre erste kleine Patientin. Nach dem Mittagessen wurden unter anderem, die letzten Bücher eingescannt. Am Nachmittag gab es eine Besprechung mit den Lehrern der Schule. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einigen Informationen über unser Projekt, wurde den Lehrern unsere ersten Ergebnisse gezeigt. Das Lehrerkollegium freute sich außerordentlich über die Neuerungen. Sie liefen tanzend, lachend, klatschend und singend über das Schulgelände.Eine große Freude wiederum für uns, so viel gute Stimmung zu erleben. Die Abendgestaltung bestand aus mehreren Kartenspielrunden „Schnautz“.

    Tag 7

    Nach dem Frühstück, ging es an diesem Samstag auf eine lange Busfahrt, nach Chicho Hayo. Die zuerst voraus gesagten fünf Fahrstunden, bewahrheiteten sich leider nicht. Die Straßenverhältnisse waren für uns völliges Neuland. Nach vielen Schlaglöchern und schwerelosen Momenten kamen wir schließlich nach acht Stunden Fahrzeit an. Völlig erschöpft, von dem anstrengenden Tag gingen alle recht früh ins Bett. Hierbei ist hervor zu heben, dass in Äthiopien prinzipiell die Jungs die „Kings“ sind, weshalb sie beispielsweise immer die größeren und besseren Zimmer bekommen.

    Tag 8

    Nachdem die Mädchen verschlafen hatten, gab es wie immer um 7.30 Uhr Frühstück. Anschließend unternahmen wir einen Rundgang über das Gelände, welches aus einer Art Vorschule und einer kleinen Klinik besteht. Die Arbeit in Chicho Hayo bestand daraus, dass wir einige Solarpanels und Lampen montierten, Schaukeln bauten und unsere mitgebrachten Medikamente einsortierten. Am Nachmittag machten wir eine kleine Wanderung durch das Dorf und bewunderten die wirklich sehr schöne Natur des äthiopischen Hochlands. Danach fuhren wir zu einem riesigen Stausee und begutachteten zu guter Letzt noch einige Moringabäume, die von einer Dorfgemeinschaft gepflanzt wurden, die sich dadurch eine Nahrungsergänzung anbauten und zudem Blätter dieses „Wunderbaumes“ verkaufen konnten.

    Tag 9

    Der Montag bestand wieder aus einem langen Reisetag . Nach einem Brunch fuhren wir wieder nach Hossaina zurück, wo wir überaus herzlich empfangen wurden. Wir hatten das Gefühl, wieder nach Hause zu kommen.

    Tag 10

    Am Dienstag morgen wurde erst einmal der Geburtstag von Lorenz gefeiert und dann ging es an die Arbeit. Es mussten nur noch einzelnde kleinere Arbeiten vollzogen werden. Zum Beispiel wurden wieder Kinder in der Krankenstation durchgecheckt oder wir schrieben Erfahrungsberichte. Am Mittag montierten wir wieder einige Solarpanels. Auch erwartete uns eine kleine Überraschung, denn zu Lorenz Geburtstag wurde eine Kaffeezeremonie gefeiert, in welcher die 300 Kinder der Vorschule Lieder vortrugen und wir wieder mit Köstlichkeiten verwöhnt wurden. Am Abend gingen wir nun zur Feier des Tages Essen. Wir luden auch noch die Nonnen und die Lehrerinnen der Schule ein. Nach einem tollen Essen und einer verrückten Fahrt, fielen wir nach einer Langen Nacht müde ins Bett.

    Tag 11

    Der Mittwoch stand im ganz im Zeichen der Baumpflanzzeremonie. Wir pflanzten einen Baum des Friedens bzw. der Menschlichkeit. Von diesen Bäumen existieren bisher weltweit fünf: zwei in Deutschland und jeweils einer in der USA, in Italien und in Brasilien. Es tauchten völlig überraschend an die 500 Menschen auf. Wir sangen zwei Lieder und es wurden mehrere Ansprachen gehalten. Danach arbeiteten wir weiter und montierten neue Schaukeln für die Kinder. Am Nachmittag wurden weitere Kinder in der Krankenstation behandelt und dann ließen wir unseren für dieses Mal letzten Abend in Afrika entspannt ausklingen.

    Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 07.03.2017 um 18:30 Uhr.

    Äthiopienreise 2017 ist in Vorbereitung

    Neuer Reisetermin vom 24.02 bis zum 11.03.2017

    Glücklicherweise kam es in den letzten Monaten zu einer Deeskalation der Lage in Äthiopien.
    Das Betreuerteam entschied sich dazu die Reise, vom 24.02 bis zum 11.03.17, nun doch noch mit dem aktuellen Team auf sich zu nehmen.
    Aufgrund der Verschiebung des Reisetermins, können Dr. Günther und seine Frau leider nicht mit nach Äthiopien fliegen. Herzlich willkommen in unserem Team heißen wir Giuseppe Pino Fusaro.
    Das Team freut sich darauf doch noch das Projekt antreten zu können und wird die Chance nutzen,
    um vor Ort große Fortschritte zu erzielen.

    Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 15.01.2017 um 22:22 Uhr.

    Verschiebung der Projektreise 2016

    Aufstände in Äthiopien verhindern Projekt 2016

    "Schon seit zwei Jahren sorgt ein Plan der Regierung, den Verwaltungsbezirk der Hauptstadt Addis Abeba weit ins Umland auszudehnen, um Platz für die Entwicklung einer der am schnellsten wachsenden Boomstädte Afrikas zu machen, für Unmut. Das würde nämlich bedeuten, 150.000 Kleinbauern umzusiedeln und viel Farmland einzugemeinden, das bisher zur Oromo-Region Äthiopiens gehört." […] "Es ist eines von vielen Großprojekten zur Entwicklung Äthiopiens, die meist über die Köpfe der Betroffenen hinweg durchgezogen werden."[…] "Die neue Protestwelle nahm ihren Ausgang Mitte Juli in der alten Amhara-Hauptstadt Gondar im Nordwesten des Landes. Hier entzündete sich die Unruhe an einem Streit um einen Landstrich zwischen den Amhara- und Oromo-Regionen." Quelle: http://www.taz.de/

    Die beunruhigende Sicherheitslage in Äthiopien bereitet unserem Betreuerteam schon länger Sorge. In den letzten Wochen ist jedoch der Konflikt immer weiter eskaliert und veranlasste somit das Auswärtige Amt, eine Reisewarnung für Äthiopien herauszugeben.
    https://www.auswaertiges-amt.de/

    Somit ist die für den Herbst 2016 geplante Projektreise nicht mehr zu verantworten.

    Das Projekt wird fortgeführt, wenn sich die angespannte Lage vor Ort beruhigt hat.

    Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 15.10.2016 um 11:00 Uhr.

    Unser neues Projekt:
    Wir helfen einer Schule in Hosaina

    Die Vollversammlung der Oberstufenschülerschaft
    hat für das Projekt in Hosaina abgestimmt

    Im Herbst 2016 wird zum Auftakt unseres neuen Hilfsprojektes eine Gruppe von ungefähr 12 Schülern der dann 11. Klassen der Freien Waldorfschule Wendelstein nach Äthiopien reisen. Da das Projekt in Chencha abgeschlossen ist, unterstützen wir nun mit unserem Projekt zwei Schulen südlich von Addis Abeba. Diese führt einen Kindergarten sowie verschiedene Krankenhäuser im südlichen Äthiopien. Ebenso unterstützen sie arme Menschen mit Essen und Basisgesundheitsdiensten. Folgendes muss dort getan werden:

    - (Solar-) Strom wird dort dringend benötigt

    - Die Klassenräume, Rohrleitungen und Toiletten sowie der Kindergarten müssen renoviert werden

    - Erste Hilfe Sets und Material wird dringend gebraucht

    - Stifte, Schulbücher und Hefte werden benötigt

    - Eine Lösung für frisches Trinkwasser muss gefunden werden

    - Einige Renovierarbeiten an den Gebäuden sind dringend notwendig

    - Für das Büro der Schule werden Laptops gebraucht

    Unsere Schule wird in diesem Projekt vom Rotarierclub des Nürnberger Landes unterstützt. Hier wird eine große Förderaktion ins Leben gerufen, die in Zusammenarbeit mit unserem Schulprojekt den Kindern und Lehrern der Schule einen großen Schritt weiterhelfen werden.

    Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 27.02.2016 um 12:00 Uhr.

    Bericht Äthiopienprojekt- Vorbereitungsreise Herbst 2015

    Das Äthiopienprojekt der Freien Waldorfschule Wendelstein hat das Ziel, Entwicklungshilfe in Äthiopien zu leisten, indem in erster Linie alternative Energiekonzepte vor Ort aufgebaut werden. Dieser kostenlose Strom entlastet die Betroffenen finanziell und stellt eine durchgängige Stromversorgung auch in Zeiten von Stromausfällen (welche sehr häufig sind) sicher.

    Das Äthiopienprojekt der Freien Waldorfschule Wendelstein hat das Ziel, Entwicklungshilfe in Äthiopien zu leisten, indem in erster Linie alternative Energiekonzepte vor Ort aufgebaut werden. Dieser kostenlose Strom entlastet die Betroffenen finanziell und stellt eine durchgängige Stromversorgung auch in Zeiten von Stromausfällen (welche sehr häufig sind) sicher.

    Alle zwei Jahre reist eine Schülergruppe bestehend aus 12 Schülern der Freien Waldorfschule Wendelstein nach Äthiopien um die oben erwähnte Hilfe direkt vor Ort zu gewährleisten.

    In den Zeiträumen zwischen den Reisen, fliegen ehemalige Schüler und Projektteilnehmer von früheren Reisen nach Äthiopien um mit Hilfe ihrer Erfahrungen in vorherigen Projektreisen die nächste Reise und das nächste Projekt zu planen.

    Diese Aufgabe übernahmen im Herbst 2015 meine Freundin und ich.

    Ankunft Addis Abeba International Airport

    Nach einem 10- stündigen Flug waren wir endlich angekommen. Doch auf äthiopischem Boden zu stehen bedeutet nicht, sich auf demselben frei bewegen zu dürfen, das stellten wir bald fest, als wir durch die Zollkontrolle mussten. Es kostete uns 1 Stunde Geduld, Nerven und Redegewandtheit um endlich die Türen des Flughafens hinter uns lassen zu können. Außen erwartete uns Tibebu, ein sehr kompetenter und hilfsbereiter Mitarbeiter von Ecopia. Er organisierte uns ein Taxi, dessen Kofferraum mit unseren großen Reisetaschen hoffnungslos überfordert war, deshalb wurden dieselben kurzerhand mit Geschenkband auf demselben befestigt. Trotz gegenteiliger Befürchtungen hielt die abenteuerliche Konstruktion das, was uns der Fahrer versprochen hatte und wir kamen schließlich in unserem Hotel an. Nach ersten Konfrontationen mit Kakerlaken und Bettwanzen dämmerte uns so langsam, was die nächsten 2 Monate für uns an Freuden bereithalten sollten.

    Planung in Addis

    Am nächsten Morgen fuhren wir zu dem Büro von Ecopia um dort unser Zelt aufzuschlagen (was von den Einheimischen mit großen "Ohs" und "Ahs" kommentiert wurde: ein ganzes Haus im Koffer!), welches unsere Unterkunft für die nächsten Wochen werden sollte. Es war darin zwar nicht sonderlich geräumig oder bequem, aber immerhin wurden wir so von allerlei Insekten verschont.

    Während wir unsere Fahrt nach Chencha zu organisieren versuchten (ist bei dem Stand der Automobiltechnik in Äthiopien nicht immer ganz einfach), statteten wir der deutschen Botschaft in Addis Abeba einen Besuch ab. Hier stießen wir auf einen Mitarbeiter der deutschen Firma Fosera, welche in Addis Abeba Solarsysteme verkauft. Mit Hilfe von diesem Kontakt gelang es, den Einkauf von Solarsystemen direkt vor Ort zu organisieren und so lästige Konfrontationen mit dem Zoll zu vermeiden.

    Da sich die Reise nach Chencha wegen anhaltender technischer Probleme mit dem Jeep immer weiter zu verzögern drohte, machten wir uns schließlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf die 400km lange Reise. Dazu muss man wissen das äthiopische Busse gerne solange gefahren werden, bis die letzte Schraube herausgefallen ist. Um weiter Gewinne zu generieren, kamen "findige" Geschäftsleute des Busunternehmens auf die Idee, die Busse solange mit Menschen zu füllen, bis einem das Sprichwort: "Wie Sardinen in einer Büchse" wie eine maßlose Untertreibung vorkam. Gespart wurde auch an der Toilette, diese war nämlich nicht vorhanden. Jedoch keine Sorge, wenn's "pressiert", muss man im schlimmsten Fall nur 4 Stunden warten, bis die nächste Toilettenpause eingelegt wird. Gelernt habe ich: äthiopische Busse fahren nicht nach Zeitplan, sondern wenn sie voll sind (wobei die äthiopische Definition von "voll" etwas merkwürdig ist, was das Ganze nicht einfacher macht, ein leerer Bus, später passen hier locker 20 Passagiere plus Gepäck hinein).

    Chencha

    Vor Ort in Chencha fanden wir ein sehr gepflegtes Gelände und ein Hauptgebäude, das perfekt in Schuss ist. Diese erfreuliche Tatsache haben wir Zeleke zu verdanken, ein Angestellter von Ecopia der das Projektgelände in Chencha betreut. Der rundum gute Eindruck stellte uns sehr zufrieden, da das Ziel war, etwas zu unterstützen, das auch ohne uns nachhaltig weiter funktionieren wird. Dieses Ziel wurde auf ganzer Linie erreicht. (Bild: Das Hauptgebäude mit außen sichtbaren Solarpanelen)

    Nach anfänglichen Planungsschwierigkeiten (ein 1-wöchiger Stromausfall machte uns das Leben schwer: Kein Strom bedeutet kein geladener Handyakku, kein Mobilfunknetz, kein Internet, kein Licht, etc., machten wir uns schließlich auf den Weg in den Regenwald nahe Yayu.

    Yayu

    Yayu ist ein Dorf nahe der sudanesischen Grenze im Westen von Äthiopien. Es liegt mitten im Regenwald. Hier plant Ecopia den Aufbau von touristisch interessanter Infrastruktur.

    Wir mussten uns jedoch an diesem Punkt von Ecopia verabschieden, denn unser Projekt in Chencha war abgeschlossen und es wartete ein neues Projekt an einer Schule in Hossaina auf uns.

    Der Rückweg nach Addis gestaltete sich sehr komfortabel, da der Jeep nach einem Monat immer noch defekt war, und wir einen Wagen von Ecopia gestellt bekommen haben. Dieser hatte sogar ein Autoradio, was sich aber schnell als Minuspunkt entpuppte. (Jeder der schon einmal stundenlang mit äthiopischer Musik bei maximaler Lautstärke beschallt wurde, weiß wovon ich rede).

    Hossaina

    Leider war es uns aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, die Schule in Hossaina selbst zu besuchen. Doch durch unsere Kooperation mit Tibebu, war es uns möglich ein sehr genaues Bild der Lage vor Ort zu bekommen.

    Jakob Debus (ehemaliger Schüler der Freien Waldorfschule Wendelstein)

    Dieser Artikel wurde veröffentlicht am 13.03.2017 um 19:40 Uhr.